Neues von unserer Bienenpatenschaft - November 2021 - Treff.Punkt.Erfolg-Akademie by Rebecca Paul

Neues von unserer Bienenpatenschaft – November 2021

Das Bienenvolk im November

Einige Sonnentage Mitte November haben die Bienen dieses Jahr noch für ein paar Flugstunden genutzt. Es wurde vereinzelt auch noch etwas Pollen eingetragen. Nun haben schon alle Völker eine Wintertraube gebildet und sollen nicht mehr gestört werden. Der Imker arbeitet daher in den Wintermonaten kaum noch am Bienenvolk. Deswegen nutzen wir die Monatsmails im Winter, um näher auf die Bienenprodukte Honig, Wachs und Pollen einzugehen.


Da Sie den Honig aus ihrem Bienenvolk vor kurzem erhalten haben, betrachten wir dieses Naturprodukt nun genauer. Wie Ihnen sicher gleich aufgefallen ist, haben Sie zwei verschiedene Honige erhalten. Wie schon in früheren Monatsbetrachtungen geschrieben, wurden diese zu unterschiedlichen Zeitpunkten aus dem Bienenvolk geerntet. Der helle Honig wurde Anfang Juni aus dem Bienenvolk entnommen und enthält den Nektar aller Blüten, die im Frühjahr geblüht haben. Dieser Honig ist bei der Ernte flüssig. Auf Grund seines hohen Traubenzuckeranteils kristallisiert er aber sehr schnell. Fast alle naturbelassenen Honige kristallisieren nach einer gewissen Zeit (außer Akazienblütenhonig). Der Imker kann diesen Kristallisationsprozess kontrollieren, indem er den Honig rührt und somit dafür sorgt, dass nur sehr kleine Kristalle entstehen und der Honig eine cremige Konsistenz erhält. Durch schonendes Erhitzen (bis ca. 40°C) im Wasserbad kann man kristallisierten Honig wieder verflüssigen. Die Temperatur darf jedoch nicht zu hoch sein, da sonst die im Honig enthaltenen Enzyme Schaden nehmen. Auch Licht und ständige Wärme schaden der Qualität des Honigs. Lagern Sie deshalb den Honig am besten an einem dunklen, kühlen Ort.


Der etwas dunklere Honig wurde Ende Juli/Anfang August geerntet. Er enthält den Nektar von Sommerblüten, sowie eine gewisse Menge Honigtau. Honigtau wird von Blattläusen aus dem Saft von Blättern oder Nadeln produziert. Die Bienen nehmen diesen auf und arbeiten ihn zu Honig um. Dieser Honig wird als Waldhonig bezeichnet. Alle Honige, die als Sortenhonige (z.B. Rapsblütenhonig, Akazienhonig, Waldhonig) in Umlauf gebracht werden, müssen mindestens zu 50% aus der genannten Sorte bestehen. Um dies zu erreichen muss in der Umgebung der Bienenvölker hauptsächlich diese eine Sorte blühen. Zudem muss nach dem Ende der Blüte der Honig möglichst schnell aus dem Bienenvolk geerntet werden.


Honig kann jedoch nicht nur durch eine einzelne Nektarquelle qualifiziert werden, sondern auch durch seine Lage. Die Natur in der Umgebung eines Bienenvolkes ist im Geschmack des Honigs abgebildet. So schmecken oft Honige, von Bienenständen, die nur wenige Kilometer voneinander entfernt stehen, vollkommen unterschiedlich.

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