Motivation als Antriebsquelle

Wir haben für alles, was wir im Leben anpacken auch ein Motiv. Das kann irgendein Beweggrund sein, der uns zur Handlung treibt. Dieser Grund basiert unter anderem auf unseren Emotionen, aber auch auf einer rein sachlichen Ebene. Einen Berg erklimmen, eine Weiterbildung absolvieren oder etwas neues lernen: Was uns unsere Vorhaben erreichen lässt, ist Motivation. Damit Sie dauerhaft motiviert bleiben, ist es wichtig die Motivation zu verstehen.

Was treibt einen Menschen an?

Richtig, die Motivation für etwas. Unsere Antriebskräfte, die wir mit Energie versorgen und letztlich sogar selbst steuern können. Durch unsere Gedanken, durch Handlungen, durch bewusstes Zelebrieren von Zwischen-Erfolgen. Dem gegenüber stehen natürlich die Dinge, die unsere Antriebskraft behindern.

Daher müssen wir versuchen, die Quellen der Motivation richtig zu nutzen und die richtigen Energiequellen für uns selbst zu finden.

Motivation lässt sich bewusst erschaffen! Sie ist nicht einfach so da und sie ist auch nicht einfach so weg.

Und wenn Sie das für sich verstanden haben, dann können Sie nicht nur sich selbst motivieren, sondern auch andere Menschen antreiben.

Was treibt Sie an?

Alle Menschen haben ein gewisses Maß an Antriebskräften und Motiven. Die einen wissen nicht wohin mit ihren ganzen Ideen, andere wiederum müssen täglich nach ihren Motiven suchen, was für sie zu einem regelrechten Kampf wird.

Ein wichtiger Grundsatz ist: Wer die Menschen um sich herum motivieren will, der muss sich zunächst selbst motivieren können. Um das zu schaffen, muss man verstehen, was den Menschen generell antreibt. Was sind die Quellen der Motivation und wie wirken diese? Und vor allem, Sie müssen wissen, welche Quellen nicht wirken oder gar das Gegenteil bewirken.

Betrachten wir ein Beispiel. Was glauben Sie, motiviert viele Menschen jeden Tag zu arbeiten. Um meistens Tag für Tag die gleichen Routinen zu erledigen. Immer und immer wieder die gleichen Abläufe zu durchleben. Warum machen wir das, was wir machen?

Ganz rudimentär betrachtet ist das eine einfache Frage. Wir wollen überleben. Der Grund für die meisten Menschen zu arbeiten, basiert auf dem reinen Überlebensgedanken. Sie wissen, wenn sie es einfach sein lassen, einfach nicht arbeiten, dann verlieren sie ihren Job. Und Sie verdienen kein Geld. Sie können ihre Familie nicht mehr ernähren, geschweige denn, sich Wünsche erfüllen. Damit riskieren Sie ihre Existenz. Aber ist das wirklich die richtige Motivation und ist das der Grund, der uns Menschen antreiben sollte?

Nein. Angst sollte niemals ein Motiv sein. Und um erfolgreich zu sein, bedarf es mehr als Existenzangst. Angst ist eine extrem negative Antriebsquelle, wenn auch eine wirksame. Aber werden wir so zu einem glücklichen Unternehmer, zu einer glücklichen Führungskraft – zu einem glücklichen Menschen? Wohl kaum. Wichtig ist, dass wir uns Motivation aus positiven Quellen suchen. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Motivationsarten, die intrinsische und die extrinsische Motivation.

Intrinsische Motivation und extrinsische Motivation – Ein Überblick

Vielleicht kennen Sie die folgende Situation: Anstatt wie vorgenommen zu Ihrem festgebuchten Sportkurs zu gehen, sitzen Sie gemütlich bei einem Wein und gutem Essen mit Freunden zusammen. Mit dem Blick auf den Wein und das leckere Gericht fragen Sie sich: Wie erreiche ich endlich meinen Traumkörper? Die ernüchternde Antwort lautet: Möglicherweise überhaupt nicht, denn Ihrem Ziel liegt die falsche Motivation zu Grunde.

Der Erfolg Ihrer Ziele resultiert vor allem aus Ihrer Motivation. Dabei ist eines immer gleich – Je unmotivierter man selbst ist, desto geringer ist auch die Leistungsfähigkeit. Unsere Motivationsprobleme haben ihren Ursprung häufig besonders darin, dass wir uns falsche Ziele setzen oder sie aus einem falschen Grund verfolgen. Wenn Sie sich oft über die fehlende Motivation zum Sport ärgern oder bei der Arbeit einfach nicht den gewünschten Ehrgeiz aufbringen können, kann es daran liegen, dass Sie keine intrinsische, also innerliche Motivation dafür aufbringen. Denn: Es macht einen entscheidenden Unterschied, ob Sie äußerlich oder innerlich motiviert sind.

Die intrinsische Motivation

Sie handeln auf Grund Ihres eigenen Willens. Sie möchten unbedingt etwas bestimmtes erreichen oder vermeiden. Oder Sie möchten in einer bestimmten Sache besser werden und mehr darüber wissen, weil Ihnen das Thema so gut gefällt. Durch diese innerliche Motivation sind Sie automatisch und selbstbestimmt handlungsmotiviert.

Beispiele aus der Berufswelt verdeutlichen dies: Personen, die einen sozialen Beruf ausüben, sind eher intrinsisch motiviert, weil sie durch ihre Tätigkeit etwas Gutes bewirken. Journalisten motivieren sich intrinsisch, wenn sie versuchen mit ihren Recherchen Missstände aufzudecken.

Es ist Ihnen also wichtiger einen Beruf auszuüben, der Ihnen Spaß macht, anstelle von einem Beruf, der Ihnen mehr Macht und Einkommen sichert.

„Intrinsische Motivation für ein Verhalten stammt aus dem Erleben des Verhaltens selbst oder der Erwartung dieses Erlebens.“

Die extrinsische Motivation

Bei der extrinsischen Motivation werden Sie von äußeren Einflüssen motiviert, etwas zu tun. Das kann zum Beispiel Geld verdienen oder eine Beförderung sein. Konkret gesagt, Sie machen eine Fortbildung nur, damit Sie im nächsten Jahresgespräch ein weiteres Argument für eine Gehaltserhöhung haben. Damit haben Sie vor allem extrinsische Anreize. Neben der Gehaltserhöhung sind weitere extrinsische Motive zum Beispiel die Aussicht auf mehr Einfluss. Andersherum ist man auch bei einer drohenden Bestrafung extrinsisch motiviert, dieser Bestrafung möglichst zu entkommen.

„Extrinsische Motivation für ein Verhalten stammt aus der Wirkung von Ergebnissen außerhalb des Verhaltens selbst oder der Erwartung dieser Wirkung. Diese Ergebnisse wirken dann als positive (Verstärkung) oder negative (Bestrafung) Anreize.“

Innere Motivation ist langfristig besser als äußere

Was die aufgezeigten Beispiele schon andeuten, belegen zahlreiche Studien: Intrinsische Motivation ist nachhaltiger und langfristiger als extrinsische Motivation. Und intrinsische Motivation, also keine durch Belohnung erzeugte Motivation, hält länger an – während bei einer extrinsischen Motivation bei nicht erfolgter Belohnung oder Bestätigung der Tatendrang schnell auf null fällt. Außerdem wurde herausgefunden, dass die Belohnung als äußere Motivation die innere Motivation verdrängt. Das nennt sich dann Korrumpierungseffekt oder Motivation Crowding Effect. Wie Sie die intrinsische Motivation Ihrer MitarbeiterInnen aufbauen, fördern und steigern erfahren Sie in einem weiteren Beitrag.

Der Motivation Crowding Effect

Intrinsische und extrinsische Motivation können sich überschneiden, wenn Sie etwas zugleich aus eigener und fremdbestimmter Motivation heraus machen. Im Idealfall sieht das in der Praxis folgendermaßen aus: Ihre MitarbeiterInnen arbeiten gern, weil sie es als sinnvoll und bereichernd empfinden (intrinsische Motivation). Gleichzeitig erhalten sie nach ihrem Ermessen eine ausreichende Bezahlung dafür (extrinsische Motivation). Wenn nun aber ein Belohnungssystem eingeführt wird, bei dem die MitarbeiterInnen, die besonders viel leisten, auch mehr Geld erhalten, verschiebt sich dieses Verhältnis. Die MitarbeiterInnen werden mehr darauf hinarbeiten, die Geschäftsziele zu erreichen und ihre intrinsischen Motive – Spaß bei der Arbeit – wird verdrängt.

Darüber hinaus kann sich das Streben nach finanziellen Zielen, also extrinsische Motivation, negativ auf die Lebenszufriedenheit auswirken. Wer finanziellen Reichtum als Lebensziel definiert, macht sein Lebensglück von extrinsischer Motivation abhängig. Wer sich einen Beruf aussucht, der auf ein möglichst hohes Einkommen abzielt, seine intrinsischen Bedürfnisse aber gar nicht befriedigt, der wird auf lange Sicht nicht glücklich werden. Das zeigt, dass Ziele, die intrinsisch motiviert sind, erstrebenswerter und gleichzeitig erfolgsversprechender sind.

Tipps zur Motivation

Die meisten Menschen gehören zu den Mischtypen und ziehen ihre Motivation aus verschiedenen Quellen. Sie lassen sich nicht unbedingt eindeutig zuordnen. Sprechen Sie mit Ihnen, so hat jeder seine eigene Rangliste. Doch wie können Sie anhand der Motivation am besten handeln?

Der intrinsisch motivierte Typ Mensch

Wenn Sie eine intrinsisch motivierte Person vor sich haben, werden Sie diese definitiv nicht mit materiellen Anreizen motivieren können. Das kann sogar zu Demotivation und Frustration der Person führen.  

Stattdessen müssen Sie ihr die Gelegenheit bieten, über sich hinaus zu wachsen. Diese Menschen brauchen Herausforderungen, um motiviert zu bleiben. Dabei ist es natürlich genauso wichtig, sie zusätzlich mit dem nötigen Know-How zu versehen. Damit wachsen diese Motivationstypen regelrecht über sich hinaus.

„Schöpft jemand ihre Kraft aus persönlichen Idealen heraus, dann geben Sie ihr einen Sinn hinter dem, was diese Person tut.“

Häufig sind intrinsisch motivierte Menschen verantwortungsvolle Vorbilder. Sie reflektieren sich ständig und handeln nach ihren Idealen. Und sie werden nichts tun, was über ihre persönlichen Ideale hinausgeht. Freiräume sind für diese Personen besonders wichtig. Sie möchten sich entfalten und mitgestalten.

Der extrinsisch motivierte Typ Mensch

Die extrinsisch motivierten Menschen benötigen als Antriebsquelle eine Gruppe oder ein Team. In diesem erfüllen sie eine Aufgabe, die für sie perfekt ist. Die Quelle der Motivation heißt also Teamgeist. Hier kommt es auf die richtige Stimmung und das Betriebsklima an. Solche Menschen werden motiviert, wenn man sie wertschätzt, sie lobt und anerkennt. Dann erreichen sie Spitzenleistungen.

Am leichtesten sind diejenigen zu motivieren, die ihren Anreiz im Einkommen und im Geld suchen. Auch Dinge wie Macht, Ansehen oder Status gehören dazu. Diese Menschen können Sie nur motivieren, wenn Sen ihnen immer wieder weitere Aufstiegsmöglichkeiten bietest. Diese extrinsisch motivierten Menschen wollen nach oben, brauchen mehr Geld, mehr Ansehen, mehr Macht. Dabei spielt es für sie oft keine Rolle, ob sie in einem tollen Team arbeiten, nette KollegInnen haben oder ob sie ihre Arbeit besonders lieben.

Motivation finden und umsetzen

Wenn Sie die tatsächliche Motivationsquelle Ihres Gegenübers kennen, dann werden Sie ihn auch antreiben können. Vielleicht verstehen Sie jetzt, warum viele Menschen an ihrem Arbeitsplatz unglücklich sind.

Die einen verdienen schlichtweg zu wenig oder sehen keine Perspektiven in ihrem Job. Andere können ihre Teamfähigkeit nicht ausleben und wieder andere können sich in ihrem Beruf nicht verwirklichen. Motivationsseminare zielen im Endeffekt genau darauf ab. Herauszufinden, was es benötigt, um neue Motivation aus dem zu ziehen, was man tut.

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